„Im Sinne unserer Unternehmen und Arbeitskräfte im Land freue ich mich sehr über das Kernergebnis des neuen OECD-Bildungsberichts. Denn er zeigt, was schon lange unsere Erfahrungen in Deutschland und insbesondere im Südwesten sind: Eine Ausbildung, aus unserer Sicht insbesondere die duale Aus- und Weiterbildung, schützt quasi ebenso gut vor Arbeitslosigkeit wie ein Studium.
 
Das bildet gerade auch unser Fachkräftemonitor in Zahlen ab. In den Prognosen bis ins Jahr 2030 sehen wir dort hunderttausende fehlende Fachkräfte – vor allem aus der dualen Aus- und Weiterbildung, deutlich weniger im akademischen Bereich. Als Resultat, wenn die Entwicklung so weitergeht, werden die Betriebe im Land in zwölf Jahren jede siebte Fachkräftestelle nicht mehr besetzen können. Die »Karriere mit Lehre« ist also kein B-Fahrplan zum Erfolg im Beruf, beispielsweise nach einem Studienabbruch, sondern von Anfang an eine echte, praxisorientierte Alternative zu einem Hochschulstudium – gerade auch für Abiturienten.
 
Viel zu oft werden Berufswege noch immer nach vermeintlicher Perspektive und dem Schulabschluss ausgewählt. Doch das Motto »Wenn ich schon das Abitur habe, studiere ich auch was« führt in seltenen Fällen zur passgenauen Berufswahl. Wir müssen hier vor allem auch in die Köpfe der Eltern vordringen, die bei der Karriere wichtige Ratgeber für ihren Nachwuchs sind. Hier verspreche ich mir viel vom nun auch an Gymnasien gestarteten neuen Schulfach »Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung« sowie dem verbindlichen Tag der Berufsorientierung an allen Schularten.“