Burgermeisterei

Januar 2019

Willkommen im Wahllokal

Zur Wahl bittet Stefan Kempf in Wertheim. Die „Kandidaten“ sind verschiedene Brötchen, Gemüse, Patties und Käsesorten. Gewählt werden können außerdem unterschiedliche Specials, Beilagen und Saucen. Genießen in der Region zu Gast in der Bürgermeisterei in Wertheim.
Stefan Kempf machte nach sei­nem Schulabschluss eine Aus­bildung zum Schreiner und als sein Arbeitgeber den Auftrag erhielt, für die Diskothek „Capi­tol“ in Würzburg die Innenein­richtung anzufertigen, bekam er erste Einblicke in das Gastronomiegewerbe.

Als die Schreinerarbeiten beendet waren, fragte der Inhaber, ob einer der jungen Schreiner Lust hätte, im Capitol zu kellnern. Stefan Kempf war interessiert und sagte zu. „Nach einiger Zeit machte mir das Kellnern so viel Spaß, dass ich beschloss, nicht weiter als Schreiner tätig zu sein,“ erklärt Kempf.

Und der Spaß an Getränken und Gastronomie blieb bestehen. Denn mit Anfang 20 eröffnete er seinen eige­nen Getränkehandel und wenige Jahre später seine erste Cocktailbar, das „Ionis“.  

Burger sind gefragt  
Das Ionis gibt es mittlerweile seit 14 Jahren. Und das nicht nur in Wertheim, sondern auch in Tauberbischofsheim. 2015 eröffnete Ste­fan Kempf außerdem die Kaffeemanufaktur „KaffeeRaum“ und organisiert seit 2011 einen Stadtstrand in Wertheim. Dort gibt es dann im Sommer Cocktails und Urlaubsatmo­sphäre.

„Ich hole mir Inspirationen in großen Städten und überlege mir dann, wie ich etwas Ähnliches auch in ländlichen Regionen um­setzen kann“, erklärt Stefan Kempf und fährt fort: „Zuletzt ist mir aufgefallen, dass es noch kein Burgerrestaurant in Wertheim gibt.“ Da­bei legt er besonders viel Wert auf den Begriff „Restaurant“, denn Burgerbuden und Fast- Food-Imbisse gäbe es bereits.  

Individuell kreieren  
2017 schloss er die von ihm entdeckte Markt­lücke und eröffnete sein eigenes Burgerres­taurant: die Burgermeisterei. Dort kann nun jeder Gast seinen eigenen „Burgermeister“ wählen. Denn statt einer Speisekarte gibt es einen Wahlschein. Gewählt werden kann dabei aus insgesamt fünf verschiedene Bei­lagen in Kombination mit 20 Dips sowie 20 verschiedene Burger-Saucen, sieben Käse­sorten, zehn Patties, 21 Gemüsesorten und neun verschiedene Brötchen.

Und bei dieser großen Auswahl findet der Wähler nicht nur die typischen Burgerzutaten, sondern auch vegane oder laktosefreie Brötchen sowie Ba­nane, Apfel, Mango, Spiegelei und Büffelmoz­zarella als Specials. Wer weniger wahlfreudig ist, kann sich jedoch auch für eine Burger-Ko­alition entscheiden.

Da gibt es beispielsweise den Jean Bureau mit Brioche-Brötchen, den Álvaro Obregón mit Jalapeños oder den John B. Reilly mit Angus-Beef. Benannt sind die Ko­alitionen allesamt nach den Bürgermeistern verschiedener Städte der ganzen Welt. Die Zu­taten des jeweiligen Burgers passen dabei stets zum Land des Namensgebers.

Besonders mu­tige Gäste haben außerdem die Möglichkeit, sich für eine Geheimwahl zu entscheiden. Was dann auf dem Burger zu finden ist, entscheidet das Kü­chenteam. 

Ann-Christin Hatesohl, Stefan Kempf (mitte) und Luciano Sedivy.

+ 4

Vegetarischer Burger im Dinkelbrötchen mit Blattspinat, Bergkäse, Apfel, Feldsalat, Tomaten und Avocadosauce sowie Süßkartoffelpommes mit Mango- und Sauerrahmdip.

Neue Projekte  
„Die Burgermeisterei läuft sehr gut“, sagt Ste­fan Kempf und ergänzt: „Das Publikum ist bunt gemischt. Viele junge Menschen kom­men hier vorbei, auch Familien. Zahlreiche Gäste kenne ich schon aus dem Ionis.“ Für seine verschiedenen Gastronomien hat der 39-Jährige insgesamt 48 Angestellte. 18 da­von sind fest angestellt und auch eine Aus­zubildende gehört zum Team. Dazu kommen zahlreiche Aushilfen, die schon von Beginn an für das Ionis und nun auch für die Burger­meisterei arbeiten.

Stefan Kempf: „Viele mei­ner Mitarbeiter arbeiten schon seit über zehn Jahren für mich. Immer wieder verleihen wir sogar Auszeichnungen für besonders treue, langjährige Mitarbeiter.“ In Zukunft möchte Stefan Kempf weitere Gastronomiepotenziale in der Region Heilbronn-Franken aufdecken: „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten und Marktlücken. Denn neue Konzepte auf die Beine zu stellen macht mir großen Spaß.“
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