Seit der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) im Dezember 2020 müssen auch kleinere Anlagen ab 500 kW in die Ausschreibung bei der Bundesnetzagentur, wenn sie eine KWK-Förderung in Anspruch nehmen wollen. Die Neuregelung gilt bereits ab der kommenden Ausschreibungsrunde zum 1. Juni 2021. Die kurze Übergangsfrist führte nicht nur zu Kritik von DIHK, Branchenverbänden und Unternehmen. Auch viele Bestellungen von Anlagen im Segment zwischen 500 kW und 1 MW wurden storniert.

Daher hat das Bundeswirtschaftsministerium mit der EU einen längeren Übergang ausgehandelt, der allerdings erst noch gesetzlich verankert werden muss. Hiernach sollen Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2020 verbindlich bestellt wurden, eine Förderung erhalten, auch wenn sie nicht an der Ausschreibung teilnehmen.