Der DIHK hat zusammen mit anderen Spitzenverbänden seine Kritik an der geplanten steuerlichen Behandlung von Gutscheinen geäußert und erreicht, dass die ursprünglichen Pläne im zu beratenden Gesetzentwurf nicht aufgenommen worden sind. Danach beabsichtigte die Finanzverwaltung im aktuellen Jahressteuergesetz 2019 Sachzuwendungen von Arbeitgeber an Arbeitnehmer neu zu definieren.

Der Vorschlag für eine Definition, der im Referentenentwurf unterbreitet wurde, war so eng gefasst, dass u. a. auch Gutscheine, die bei mehreren Geschäften, z. B. auch regionale City-Cards, nicht mehr als Sachzuwendung, sondern als Barlohn gelten sollten.

Dies hätte zur Folge gehabt, dass Arbeitgeber diese Gutscheine nicht mehr steuerfrei unter die 44-Euro-Freigrenze an Arbeitnehmer hätten überreichen können. Stattdessen hätte eine individuelle Versteuerung beim Arbeitnehmer stattfinden müssen. Die Bundesregierung hat nun den Vorschlag des Bundesministeriums für Finanzen in dem weiter zu beratenden Gesetzentwurf nicht aufgenommen. So bleibt es zunächst bei der aktuellen Rechtslage und es erfolgt keine Änderung zum Jahr 2020.