Berlin. In der aktuellen politischen Debatte um eine stärkere Verankerung von Sozial- und Umweltstandards in den Betrieben plädiert DIHK-Vize-Chef Achim Dercks dafür, die tatsächlichen Chancen der Einflussnahme im Blick zu behalten. „Die verantwortungsvolle Gestaltung von Liefer- und Wertschöpfungsketten ist ein wichtiges Thema in der Wirtschaft“, betonte Dercks.
 
Die Unternehmen unterstützen im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein nachhaltig angelegtes Wirtschaften – auch weltweit.“ Die tatsächlichen Optionen einzelner Betriebe, die teilweise extrem komplexe Lieferkette zu beeinflussen, variierten jedoch stark, gab er zu bedenken. „Daher sind neue gesetzliche Pflichten der falsche Weg.“ Im Sinne einer Verantwortungspartnerschaft seien „die einzelnen Staaten in der Pflicht, Sozial- und Umweltstandards durchzusetzen und Menschenrechte zu schützen“, sagte Dercks.

Um mit den Unternehmen in einen Diskurs zu kommen, hatte die Bundesregierung Ende letzten Jahres 6.500 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern angeschrieben und gebeten, an einer Umfrage zur Umsetzung der Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt im Sinne des „Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte“ teilzunehmen. waltke.natascha@dihk.de