In der Diskussion um die Hinterlegung von Zollsicherheiten haben Eurochambres und der DIHK wichtige Erleichterungen für im Außenhandel aktive Unternehmen erreicht. Unternehmen müssen bei besonderen Zollverfahren (z.B. Aktive Veredelung) oder bei der vorübergehenden Verwahrung finanzielle Sicherheiten für etwaige Zollschulden aufbringen.

Die Höhe der Sicherheitsleistungen kann dabei reduziert werden. Die Voraussetzungen hierfür waren jedoch bislang sehr streng. Der Zoll kann nun seit dem 2. September 2018 bei entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ganz oder teilweise auf die Hinterlegung von Sicherheiten verzichten, beispielsweise im Fall von Betreibern von Flug- und Seehafenterminals.

Hier hätten unter der alten Regelung Sicherheiten für Waren im Wert von vielen hundert Millionen Euro geleistet werden müssen. Im Kern wurde das strenge Kriterium der „ausreichenden finanziellen Mittel“ gestrichen und durch „finanzielle Leistungsfähigkeit“ ersetzt. Daneben wurde das Entstehungsrisiko von Zollabgaben – z.B. in Abhängigkeit von Wert und Menge der jeweiligen Waren – als neues Bewertungselement berücksichtigt.